Die Philosophie des  Integrativen Naturkindergartens Schönegge

Im Mittelpunkt steht bei uns das Kind mit all seinen Bedürfnissen. Wir wollen die Kinder dort abholen, wo sie stehen, und sie mit besonderer Sensibilität im Hinblick auf Temperament, Lern- und Entwicklungstempo, spezifische Lern- und besondere Unterstützungsbedürfnisse sowie kulturelle oder sozioökonomische Hintergründe bestmöglich auf ihrem Weg zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit begleiten. Das Kind soll aktiver Mitgestalter seiner eigenen Bildung und Entwicklung werden, indem es selbsttätig bereits vorhandene Kompetenzen einsetzt und weiterentwickelt und zugleich neue Kompetenzen erwirbt.

 

Unsere pädagogische Ausrichtung liegt in den Bereichen der Natur-und Umweltbildung, der Bauernhofpädagogik, der Waldpädagogik und der tiergestützten Pädagogik. Die einzelnen Bereiche werden im Folgenden kurz vorgestellt:

 

In der Natur- und Umweltbildung stehen als große Themen Bewegung, Orientierung, Wetter, Pflanzen, Wachstum und Entwicklung, Umweltbildung, Tiere, Ernährung, Ökologie und Umweltschutz im Zentrum.

 

Bauernhofpädagogik bedeutet spielerisches Lernen und Erleben – von der Erzeugung über die Pflege und Ernte bis zur Weiterverarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte. Das „Selbsttun“ steht im Vordergrund.

 

Waldpädagogik ist eine Form der Natur- und Umweltbildung im Lebensraum Wald. Sie soll ganzheitlich durch praktisches Erleben und Lernen ökologische und gesellschaftliche Zusammenhänge in Wald und Natur nahebringen und somit der Naturentfremdung entgegenwirken. 

In der tiergestützten Pädagogik sollen unter Einbeziehung von bestimmten Tieren vorhandene Ressourcen des Kindes gestärkt sowie weniger gut ausgebildete Fähigkeiten vor allem im emotionalen und sozialen Bereich gefördert werden. 

Besonders wichtig ist uns auch der Begriff des ganzheitlichen Lernens. Man geht davon aus, dass jedem Begreifen ein Greifen im Sinne von persönlichen Erfahrungen vorausgeht. Erfahren, Entdecken und Erforschen mit allen Sinnen stehen also am Anfang jedes kindlichen Lernprozesses. So spricht beispielsweise schon Pestalozzi von einer Bildung mit „Kopf, Hand und Herz“ und auch Montessori mit ihrem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun!“ macht darauf aufmerksam, wie bedeutend vielfältige persönliche Erfahrungen sind. Ein Lernen mit Kopf, Hand, Herz und Humor ist deshalb für uns eine wichtige Grundlage für alle frühkindlichen Lernprozesse.

 

Genauso bedeutend ist für uns die Möglichkeit zum freien Spielen, denn das Spiel ist die zentrale Tätigkeitsform im Leben des Kindes. Es dient dem Aufbau der Persönlichkeit und ist die Basis für den Erwerb von Lerninhalten. Es hilft dem Kind sich zu orientieren. Kinder, die intensiv spielen, zeigen im Gegensatz zu Kindern mit Spieldefiziten ausgeprägtere Verhaltensweisen im emotionalen, sozialen, kognitiven und motorischen Bereich. Spielen ist eine Grundvoraussetzung für eine gesunde Entwicklung. Im Spiel erwerben Kinder den Schlüssel, um ihren Körper, ihren Geist und ihr soziales Ich zu gebrauchen. Sinne, Seele und Körper wachsen in ihm zusammen. Um spielen zu können, benötigt ein Kind Bewegungsraum und wenig oder kein Spielzeug.

 

Wir sehen es als unsere Aufgabe, einen geeigneten Bewegungs- und Lernort für Kinder zu schaffen, in dem sie vertrauensvoll, angstfrei und neugierig ihre Bewegungs- und Spielfreude sowie Spontanität und Kreativität ausleben können und dabei die Welt für sich entdecken. Lernen durch Erleben und Ausprobieren sind unsere Grundsätze.

 

Besonders am Herzen liegt uns dabei die Begegnung Mensch – Natur – Tier.

Gefördert durch den Freistaat Bayern

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